Montag, 28. September 2009

Test Ride Lenzerheide Part 2 - 29er von Rocky Mountain

Irgendwie hat es im Vorfeld nicht so ausgesehen, aber es waren doch einige 29er am Start, die Übersicht (Die ich entdeckt habe):

Rocky Mountains neues Altidude (In Alu)

Specializeds (Nicht gefahren)

Simon Ruchtis Niners

Bevor ichs vergesse: Meine Berichte wirken oftmals subjektiv. Das kommt daher, weil ich kein Fachexperte bin der alle Fahrräder kennt und im Griff hat. Ich bin Hobbyist. Weiter nehme ich auf andere Testberichte keine Rücksicht und blabbere nicht einfach deren Zusammenfassungen nach. Daher kann es vorkommen, dass meine Meinung nicht die gleiche ist wie es das Gros der Tester und Schreiber . Dazu kommt, dass ich Biken mit Touren definiere, in denen es erstmal um Höhenmeter geht, danach um Trails mit gewissen Schwierigkeitsgrad, die den Höhepünkt einer Tour ausmachen.



Ein Blick auf das Rocky Mountain:
Die neue Altitude-Plattform ist der Nachfolger der ETS-X-Reihe (gabs allerdings nur als 26er), wie am Samstag gesehen in Alu oder Kohlefaser. Die Räder sind in verschiedenenAustattungsvarianten erhältlich, beginnend beim Modell Altitude 30, 50, 70 bis zur Topvariante der 90er-Modelle. Die Preispanne bewegt sich hierbei zwischen 5`5oo.- bis knapp 10`000.- für die XTR-Topausrüstung in Carbon.

Das Testbike war das 70er oder 90er Bike in XTR-Ausstattung, Alu-Rahmen,

Interessant war, dass wir neben der 29er-Version in M auch gleichzeitig das 26er-Format fahren konnten. So liessen wir es uns nicht nehmen, die beiden Stühle mal nebeneinander zu fotografieren:


Die Pedale sind meine und nicht serienmässig...

Für Marc (ca. 176cm) sass das M wie angegossen und fühlte sich auf beiden Rädern gleich wohl.


Die Reifenbreite der beiden Testräder unterscheidet sich lediglich um ein 1/10-Zoll!


Testrunde und Eindruck beim RM-Stand:
Die Testrunde bestand aus einer 20 Minutigen bergauffahrt auf Forst- und Asphaltwegen und einem abschliessenden Trail der technisch einfach war, aber mit Speed gefahren werden hätte werden sollen. Werden sollen sage ich deshalb, weil ich oben festgestellt habe, dass die Hinterradbremse keinen Biss hatte und ich deshalb den steilen Trail nicht fahren konnte.

Das ist äusserst schade. Die Jungs haben aber beim entgegennehmen der Bikes lieber den Schwerpunkt darauf gelegt, dass jeder seine ID abgibt. Etwas mehr Luft im Dämper bekam ich erst auf Nachfrage, ob das Bike sauber auf meine Grösse eingestellt war habe ich dann selber geschaut.

Ich finde, dass sollte bei so einem Brand nicht vorkommen, insbesondere nicht bei einer Preiskategorie eines solchen Bikes. Etwas wenig Service halt.

Nachdem Marc aber den RM-Leuten kundttat, dass er zum ersten mal ein Rad gefahren hat (er fuhr die abgeildete 26er-Version) das subjektiv besser als sein ETS-X war (und deshalb auch Interpreationsspielraum für einen potentiellen Kunden barg) sprudelten die Informationen in befriedigendem Ausmass.


Uphill:
Aber ich schweife ab. das Altitude war eine Nummer zu klein für mich, die Sattelstütze musste ich für den Aufstieg bis an den Anschlag herausziehen. Begeistert war ich aber von den Klettereigenschaften. Mit der blockierten Fox (eine ganz geile Gabel die super zum Rahmen passt wie ich finde) fühlte es sich fast wie ein Starrbike an.

Hat nichts mit dem Bike zu tun, schreibe es aber trotzdem:
Es tat gut wieder mal euf einem Rad mit Kettenschaltung zu sitzen. Es fühlt sich halt doch etwas leichtgängiger als meine Rohloff an. Die springende XT, krachende Gänge bestätigen aber weiterhin meine Meinung, dass ich nicht um eine Nabenschaltung herumkomme...

Downhill:
Die Abfahrt bewältigte ich auf steileren Forstwegen mit der ein oder anderen Spitzkehre. Natürlich konnte ich diese nicht mit gewünschter Geschwindikeit fahren, war aber von der Spurtreue und Wendigkeit positiv überrascht. Das trotz der für meine Bedürfnisse eher schmalen Reifen. Der Hinterbau (115mm) verrichtete auf der Abfahrt einen Superjob. Man spürte ihn fast gar nicht (im positiven Sinne) und konnte sich voll und ganz auf die beste Linie konzentrieren. Ich fühlte mich jederzeit sehr sicher.


Meine Schubladisierung:
Das Rad definiert sich für mich als XC-Fully. RM kategorisiert es als "Mounain".
Meiner Meinung nach ist es nur die Gabel, die aus dem reinen XC-Rad noch den Schnippel Mounatin aka All-Moauntain zugibt und somit die Bandbreite der Käuferschaft erweitert. Kann mir aber auch vorstellen, dass Marathonfaher auch Freude daran haben werden.

Also ein Hobel für sportlich orientierte Fahrer, die gerne Kilometer auf einfacheren Belägen fahren und weniger Gefallen an technisch schwierigem Geländer haben. Also eher nicht für mich. Oder aber (Hobby-)Rennfahrer wie es doch einige in der 29er-Szene sind.

Was ich auch nicht so gut finde, mir aber wichtig ist: Versenkbare Sattelstützen. Aufgrund des Sitzrohrdesigns lässt sich die Stütze nicht sowiet versenken wie ich es möchte. Die Herren von RM versicherten aber, dass die Grösse L diesem Umstand gerecht würde...
Die Zielgruppe wird aber auf das nicht sooo Wert legen.

Details am Rande.
Vorgetragene Spzialität der Altitude-Geo: Der Sitzrohrwinkel beträgt 76° was als sehr steil zu bezeichenen ist. Die Ingeniöre verfolgen aber den Ansatz, dass jedes Fully beim Aufsitzen etwas einsinkt, also aus den 76° effektiv villeicht 74° Grad werden. Ich fin des Ansatz schlüssig, weiss aber nicht onb das jetzt so wichtig ist. Aber eben, ich bin kein Racer. Meines erachtens verschärft sich heribei der Fakt, dass das Aufsitzen schwieriger wird, da dadurch der Sitz noch höher ist, bis man draufsitzt. Für Leute, die irgendwo mitten im Maigelspass zwischen Bannanenschachtelgrossen Felsen steht und weiterfahren will, weiss wovon ich spreche.

Fazit:
Sportliche Position, trotzdem nicht unbequem. Bandbreite zwischen Race und einfacheren Touren. Gedacht für den ambitionierten Fahrer der auch mal einen Marathon fahren will. Ausstattungsmässig werden wohl die meisten zur 50er-Serie greifen, die um den XT-Standart aufgebaut sind und auch für Nichtmillionäre noch realistische Preise bietet.



Test Ride Lenzerheide 09 Part 1 -Innovationen

So wir warn beim diesjährigen Test Ride in der lenzerheide und haben uns auf die rund 500 ausgestellten Fahhräder gestürzt. Vertreten war das ganze Spektrum. Neben vielen Daunhillgeschossen, die alle mit der Bahn die 1500 H-Meter runtershredderten, waren neben einigen Rennern wie immer viele CC-Räder in Halb- und Vollsspension vertreten. Randgruppe bilden ein paar Tourenräder sowie interessant, die Auferstehung elektrobetriebener Fahrräder. Thömus hatte ein, nennen wir es "Streetfighter-Dinges" am Start, welches meiner Meinung nach doch ganz toll aussieht. Insbesondere in Städten wie Zürich sehe ich Potenzial für das Rad. Leute, die sich im Anzug nicht völlig durchschwitzen wollen, am Zürichberg wohnen und trotzdem beim Vorfahren am Strassen-Cafe hip auschauen wollen, sei ein Blick empfohlen.

Zweiter Hingucker sind bestimmt die Katz-Bikes, welche ich bereits länger beobachte und mich freu, dass die Jungs es geschafft haben in den verkauf zu gehen.

http://www.katz-bikes.com/


neben dem unbestritten geringeren Wartungsaufwand zeichnen sich die räder dadurch aus, dass einfach gar nix mehr scheppert, da konnten einige Radfaher noch so hohe Bunny Hops machen. das Prinzip Rohloff ist für mich immer noch die beste lösung (für meien fahranforderungen an ein berg-Bike), mit der gekapslten Konstruktion wird die Idee eines Sorglos-Bikes momentan am besten umgesetzt.

Leider waren wir nach unseren testfahrten mit den Rädern die uns am herzen lagen so fertig, dass wir keien Fahrt mehr mit den KatzBikes machten. Aber Rohloff bleibt ja Rohloff. Interessante Frage, die ich nicht gestellt habe ist: kann man die Katz-Bikes auch mit einer Nexus haben?





Das war es aber dann auch bald mal mit Innovation. Natürlich gibt es entwicklungen in vielen kleineren Dingendes Fahradbaues, aber darüber zu schreiben fürht zu weit.