Hallo Leute
War am Samstag mit nem Kumpel bei Sargans unterwegs, genauer gesagt rund um dessen Hausberg, dem Gonzen.
Poste hier ein paar Fotos um einen Eindruck zu vermitteln. Die Tour ist GPS-mässig erfasst. Auf dieser Seite:
http://www.gps-touren.ch/tourenListe.php?search=&Submit=Suche+starten+%3E%3E&s=2&kant=SG&sport=1
(Wir sind nur 3/4 der Tour gefahren)
Wenn ihr die KML-Datei auf eure Kiste downloaded, Google earth öffnet und dann die Datei anklickt, könnt ihr die Tour abfliegen.
Beginnend in Sargans beim Bahnhof gehts erst mal via Trübbach bis nach Azmoos auf der Strasse, leichtes einrollen ist angesagt.
Azmoos erreicht, ist erst mal Steigung angesagt, es gilt 1200 Hm am Stück zu bewältigen. Die können alle auf Asphalt bezwungen werden, was aber trotzdem rund 2.5 -3 Stunden dauert.
Bei HM 1600 wird die Strasse etwas unangenhm, es reihen sich eine Vielzahl von kleinen Rampen aneinander, die rund 100 HM Intervalltraining bedeuten.
Nochmal 100Hm und man hat es geschafft.
Hier sieht dann die Aussicht so aus:
Das da unten ist übrigens Balzers.

Von der gleichen Stelle aus fotografiert der Gonzen, den Berg welchen es zu umrunden gilt.

Fast oben fällt der Föhn zusammen. Eigentlich war geplant von hier aus einen 1200HM Singletrail der Kategorie Schwarz direkt zurück nach Sargans zu nehmen, also quasi rechts am Gonzen ein Tobel runter. Feuchte Steine, rund 11°C und ein nicht fahrbarer Weg änderten unsere Pläne. Zu gross das Risko eines Unfalls.
Trotz Nieselregen fuhren wir nicht die Strasse wieder runter, nein, wir entschlossen uns die "grosse" Runde ähnlich wie auf der GPS-Tour zu fahren. (Wir hatten die Singletrailmap mit uns, mit einem ähnlichen Tourvorschlag).
Ein Risiko, denn das Wetter könnte immer schlechter werden. Doch wir wurden belohnt, der Regen hörte auf und rund 200 HM tiefer waren auch wieder angenheme 15°C zu verspüren.
Bei Tschuggenen (1711M.ü.M.) fuhren wir also weiter gerade aus (gut ausgebaut, Restaurants mit Autoverkehr) via vorderer Palfries Richtung Gastilun, ich sach mal das ist so ne Art Alm, hier Fotos:

Oder hier:

Im Bildhintergrund, Bildmitte ist die Alm zu erkennen, welche auf der GPS-Tour gekreutzt wird. Wir sind aber unterhalb der Alm ins Tal runter gestossen.
Der Blick zurück, von der gleichen Stelle fotografiert wie die vorhergehenden Fotos:

Der Weg ist bei Trockenheit eher einfach zu fahren, obwohl etliche Stufen, durch die örtlichen Huftiere hervorgerufen, das ganze als Rüttelpiste darstellt. In unserem Fall aber war die Nässe Hauptursache der defensiven fahrweise. Ein Blockierendes Hinterrad wäre direkt abgeschmiert.
Hinter der Kuppe wurde es noch etwas steiler.
Anmerkung:
Die GPS-Route biegt beim vorderen Palfries rechts ab und geht dann am Berghang des Alvier entlang. Spektakulärer, aber die Singletrailmap sah diesen Weg vor, die GPS-Variante erkannte ich erst heute Nachmittag. Nächstes mal würde ich die GPS-Lösung vorziehen (Bei schönem Wetter)
Unser Weg ersparte auch rund 200HM.
Man steigt dann ins Tobel des Berschner Baches ein und könnte dann alles gut befestigten Wander- und Forstwegen gen Flums runterrattern.
Ich empfehle aber dingendst auf die Wanderwegzeichen zu achten welche mit Berschis oder einfach nur Wanderweg bezeichnet sind.
So entgehen einem nicht rund 6-7 Teilabschnitte, welche es sich wirklich zu fahren lohnt. Teilweise etwas holprig, mit rund 100 Metern Schiebepassage. Dennoch dem Forstweg vorzuziehen. So geniesst man rund 4-5 Kilometer finest Singletrail.
So siehts auf einem dieser versteckten Trails aus:

Zwischendurch trifft man auch auf die Strasse (Hier der Walensee in seiner vollen Grösse)

Nun gehts teils auf Wander- teils auf Fahrwegen runter. Mit einer leichten Tendenz nach Links bei Weggabelungen kann man einen gehörigen Anteil (50%)des Rückweges auf Kies im Wald zurücklegen. Das lohnt sich, den man erwischt so einige Trail-Perlen.
Bei March (beim Kieswerk) trifft man dann entgültig auf die Strasse Flums-Sragans. 7Km weiter wartet das Auto auf uns.
Fazit:
Wir haben uns nach der Route der Singeltrailmap orientiert. Die reine Fahrzeit berägt rund 3 Stunden 40 min. Die GPS-Tour lohnt sich aber definitiv mehr. Dabei ist von rund 5, 6 Stunden auszugehen und rund 20 Kilometer Rückweg auf Strasse zu bewältigen.
Weiter ist zu bemerken, dass die Region eigene Regeln bezüglich Bikeweg macht. So sind erlaubte Bikewegen explizit ausgeschildert. KEIN Fahrverbot bedeutet demnach nicht zwingend eine Fahrerlaubnis. Dies wurde uns durch einen netten Älpler auch bestätigt. Das Gespräch war nett.Trotzdem unangehnem solche Diskussionen zu führen, ich wollte biken.
Deshalb rate ich ab in der Region am Wochenende zu biken, erst recht nicht bei schönem Wetter. Die ausgewiesenen Bikerouten sind nämlich rar und korrespondieren überhaupt nicht mit der Swiss Singletrailmap. Und das schlimmst was es gibt sind Debatten mit radikalen Wanderern (Vor allem wenn das Reglement den Fussgängern recht gibt)
Mit freundlichen Grüssen
Euer Vetruv